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Heilerziehungspfleger/in

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Arbeitsbedingungen

Heilerziehungspfleger/innen und Heilerzieher/innen arbeiten überwiegend in Heimen, Anstalten und anderen Einrichtungen der Behindertenhilfe. Dabei üben sie betreuende, pflegende, fördernde und anleitende Tätigkeiten mit behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus. Ihre Arbeit ist körperlich leicht bis mittelschwer und erfolgt meist im Stehen und Gehen, zum Teil in vornübergebeugter Haltung; gelegentlich ist auch schweres Heben nötig. Je nach Aufgabenstellung ist ständiger Körperkontakt mit behinderten, auch schwer- und schwerstbehinderten Menschen sowie Umgang mit geistig behinderten oder verwirrten, gelegentlich auch aggressiv reagierenden Menschen erforderlich. Die Arbeit von Heilerziehungspflegern/Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehern/Heilerzieherinnen erfolgt selbständig, zum Teil auch in zuarbeitender Tätigkeit in der Gruppe, teilweise in eigenverantwortlicher Tätigkeit sowie in Aufsichtsfunktion.

Zwischen den Heilerziehungspflegern/Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehern/Heilerzieherinnen sowie den zu betreuenden Personen entsteht meist das für Sozialberufe typische Vertrauensverhältnis.

Körperliche Aspekte

  • Körperlich leichte bis mittelschwere, zeitweise auch schwere Tätigkeit, vorwiegend im Stehen und Gehen, zeitweise im Sitzen
  • Zeitweise Zwangshaltungen (Arbeiten in vorgeneigter und gebückter Haltung)
  • Arbeit in geschlossenen, temperierten Räumen, bei ambulantem Einsatz an wechselnden Einsatzorten, zeitweise auch im Freien (z.B. Spaziergänge/Ausflüge mit betreuten Personen)
  • Zeitweise Geruchbelästigung (Körperausscheidungen)
  • Hautbelastungen besonders der Hände durch Schmutzarbeit und häufiges Händewaschen, durch Reinigungs- und Desinfektionsmittel
  • Gefahr der Allergisierung
  • Infektionsgefahren beim Umgang mit betreuten Personen und deren Exkrementen, Blut
  • Persönlicher Arbeitsschutz, z.B. Schutzhandschuhe, Schutzimpfungen (z.B. gegen Hepatitis B)
  • Zeitdruck, Verantwortungsdruck (rasch wechselnde, nicht vorhersehbare Arbeitssituation möglich)
  • Schichtarbeit, z.T. mit Nachtschicht (Zwei-, Drei- und Wechselschichtsysteme)
  • Am Tage häufig geteilte Arbeitszeit, dadurch überlange Arbeitstage
  • Wochenend- und Feiertagsarbeit
  • Teilzeitarbeit möglich

Psychische Aspekte

  • Betreuende, pflegende, fördernde, übende Tätigkeit mit behinderten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • In der Regel Wechsel von eigenverantwortlichen Arbeitsphasen mit hierarchisch strukturierter Teamarbeit
  • Je nach Tätigkeit: Ständiger Körperkontakt mit behinderten, auch schwer- und schwerstbehinderten Menschen; Umgang mit geistig behinderten oder verwirrten, gelegentlich auch aggressiv reagierenden Menschen; Umgang mit Schwerkranken und Sterbenden; Kontakt mit Angehörigen von Behinderten
  • Zwischen den Berufsangehörigen und den zu Betreuenden entsteht meist das für Sozialberufe typische Vertrauensverhältnis
  • Zusammenarbeit mit anderen Pflegefachkräften, Ärzten/Ärztinnen, Psychologen/Psychologinnen, Sozialarbeitern/-arbeiterinnen
  • Z.T. Arbeit unter Zeitdruck; der meist strenge Zeitplan schränkt die Möglichkeiten für persönliche Zuwendung ein
  • Z.T. Schichtdienst, Wochenenddienst, Nachtdienst
  • Z.T. wechselnde Arbeitsorte (ambulante Behindertenbetreuung)
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